D-A-CH-L OSOCC/RDC Weiterbildungstage

Der diesjährige D-A-CH-L OSOCC/RDC Kurs fand wieder in Andelfingen im Zivilschutz Ausbildungszentrum statt. Die Ausbildungseinheit wurde mit einem vierköpfigen Team besucht, welches aus einem Feuerwehrmann, einem Rettungssanitäter und 2 Männer der Support Unit bestand.

Der Kurs begann mit einem theoretischen Teil. Dieser setzte sich aus einem Vortrag über die UNDAC (United Nations Disaster Assessment and Coordination) und den theoretischen Abläufen einer OSOCC (On-site Operations Coordination Centre) zusammen. Das Luxenburger Team stellte ihre neue Kommunikationsplatform "Emergency" vor. In der zweiten Hälfte des Tages wurden in vier verschiedenen Teams jeweils ein OSOCC aufgebaut. Nach dem erfolgreichen Aufstellen wurden die verschiedenen Lösungen begutachtet. Zum Schluss des Tages wurde noch die Aufgabe gestellt ein Schadensgebiet übersichtlich darzustellen.

Der zweite Tag begann mit einer Einführung in das Virtual OSOCC, danach begann gleich eine praktische Übung. In dieser wurden die realen Aufgaben einer OSOCC wieder in vier verschiedenen Teams geübt. Zwischen dern Übungen wurden die verschiedenen Lösungen begutachtet. Der Kurs wurde mit einem simulierten OSOCC Meeting mit Verschiedenen USAR Teams abgeschlossen.

Technical Experts Course in Revinge, Schweden

Im Rahmen des 12. Ausbildungs- und Trainingszyklus des EU Civil Protection Mechanism (EUCP) fand vom 7. bis 13. Juni der erste, siebentägige „Technical Experts Course“ in Revinge, Schweden, statt. Seitens der SARUV Austria nahm Tobias Achtsnit unter 21 Teilnehmern aus 17 europäischen Ländern teil.

Der Kurs richtet sich insbesondere an Spezialisten verschiedener technischer Fachrichtungen und kombiniert die Einführung in die Vorgehensweise der Europäischen Union im Bereich des internationalen Zivilschutzes mit den Bestandteilen des operativen Managements. Er gibt somit die Grundlage und Befähigung für Einsätze als Technischer Experte in einem EUCP-Assessment-Team (Einschätzung und Beurteilung der Schadenslage sowie Anforderung der notwendigen Unterstützung). Hierbei wird neben der unterschiedlichen Fachgebiete der einzelnen Teilnehmer besonderes Augenmerk auf die kulturelle Kompetenz sowie die Teamfähigkeit in multikulturellen und multidisziplinären Teams gelegt, denn dies stellt eine besondere Herausforderung im Kontext internationaler Katastropheneinsätze dar. Die Theorieausbildung wird ergänzt durch Gruppenseminare und eine zweitägige „Field Exercise“, bei welcher ein nationale Katastrophe inszeniert wird und durch die einzelnen Teams eine Erhebung und Beurteilung der Situation in verschiedensten Bereichen durchgeführt werden muss und die Kommunikation mit den koordinierenden Stellen auf europäischer Basis durchgeführt wird.

KAT-Seminar im Tirol

Die SARUV Austria hat vom 07.-08.06.2014 beim Katastrophenschutzseminar in Schwaz teilgenommen. Die Einladung zur Übung erfolgte durch das Landesrettungskommando Tirol.

Die Übungsmannschaft bestehend aus 16 Kameraden ist mit zwei Konvois angereist. Die ersten vier Kameraden sind um 09:30 Uhr in Richtung Tirol aufgebrochen mit zwei Fahrzeugen. Beim Base of Operation angekommen haben sie bei einer Station den gesamten teilnehmenden Übungsmannschaften des Roten Kreuzes Tirol die SARUV vorgestellt. Circa 10 Gruppen zu je 15 Rettungskräften konnten die SARUV begutachten. 

Um 12:00 Uhr hat sich die restliche Mannschaft in der Homebase in Rankweil getroffen und ist mit weiteren vier Fahrzeugen zum Übungsgelände aufgebrochen. Direkt bei der Abfahrt wurden wir durch einen technischen Dekekt bei einem Fahrzeug aufgehalten und mussten innerhalb kürzester Zeit ein Ersatzfahrzeug organisieren, damit wir auch rechtzeitig zur Übung eintreffen. Dieses konnte sehr schnell durch die Mannschaft organisiert werden und somit stand nichts mehr im Wege.

Im Tirol in Schlitters hat sich die gesamte Mannschaft getroffen und es wurde ein kurzes Briefing abgehalten, sodass alle Teilnehmer auf dem gleichen Wissenstand waren. 10 Minuten danach wurde die SARUV Austria auch schon alarmiert. Bei einem Sägewerk in Schlitters sind zwei Personen in einen ca. 25m hohen Silo gestürzt. Ein weiterer Mitarbeiter war noch auf dem Silo und hat unserem Teamleader die Situation geschildert. Durch den Einsatz der Drehleiter Fügen konnte unsere Mannschaft schnell auf den Silo transportiert werden. Die Mannschaft versuchte die Patienten mit der Suchkamera vom Silodach aus zu orten, mit Erfolg. Es konnte innerhalb kürzester Zeit eine Sprechverbindung aufgebaut werden. Zeitgleich suchte ein Teil der Mannschaft eine weitere Öffnung, wo die Patienten gerettet werden konnten. In ca. 3 Meter Höhe konnte eine Öffnung gesichtet werden und die Patienten rasch und schonened gerettet werden.

Ein weiteres Szenario erforderte die SARUV Mannschaft. Hierbei handelte es sich um einen Patienten, der in einem Gebäude verunfallt ist. Bei diesem Gebäude drohten die Außenwände einzustürzen. Als erster Schritt wurden gleich die Außenwände gegen das Umstürzen gesichert und somit konnte der Patient auch gerettet werden. Das Rot Kreuz Team Tirol betreute dann die Patienten. Mit einem Ladefahrzeug der SARUV konnten dann die Patienten zum Sammelplatz gebracht werden.

Die zwei Suchhundeführer mit ihren Suchhunden mussten eine Flächensuche rund um den Schadensplatz durchführen und sind dabei auch fündig geworden. 3 Patienten konnten in einem naheliegenden Gerinne geortet werden und danach durch das Rote Kreuz Team versorgt werden.

Nach ca. 2 Stunden wurde die gesamte Übung in diesem Sägewerkl erfolgreich abgeschlossen und das gesamte Team ist in die Base of Operation eingerückt. Dort angekommen wurden wir durch das Rotekreuz mit Getränken und einem Abendessen bestens betreut. Gemeinsam haben wir noch ein Schlafzelt aufgestellt und die Zeltbeleuchtung montiert. Eine halbe Stunde später wurden wir zu einer weiteren Übung in ein Steinbruchgelände alarmiert. Wir rückten gemeinsam mit dem MOB SAN 4 Team aus.

Die Übungsannahme war eine Explosion, bei der mehrere Personen durch die Luft geflogen sind und schwerste Verletzungen von sich getragen haben. Durch beengte Zufahrtsmöglichkeiten wurde zuerst die gesamte Schadenslage erkundet und danach kontrolliert die Fahrzeuge angefordert die vor Ort benötigt wurden. 

Zeitgleich haben wir mit unserem 16 Mann Team an 3 Stellen gearbeitet. Zum einen sind zwei Personen in einer Schredderanlage aufgefunden worden, die es zum Retten gab. Des Weiteren wurde eine Person unter Betonteilen eingeklemmt und musste aus dieser misslichen Lage befreit werden. Die dritte Situation konnte mit unseren Suchhunden erfolgreich bewältigt werden. In einem steilen Waldgelände waren mehrere Personen geflüchtet. Die Suchhunde konnten sehr rasch alle Patienten auffinden und konnten dann durch die SARUV Mannschaft gerettet werden.

Nach ca. eineinhalb Stunden brachen wir wieder zum Base of Operation auf. Durch die Übungsleitung wurde noch eine Schlussbesprechung einberufen. Sämtliche Einsatzmannschaften wurde für ihre professionelle und schnelle Arbeit großes Lob ausgesprochen. Im Anschluss daran, ging es in den gemütlichen Teil der Übung über. Die SARUV Mannschaft hat beim Base of Operation übernachtet und am nächsten Morgen das Camp abgebaut und ist kurz vor Mittag wieder in der Homebase eingetroffen.

Ein großen Dank an alle Teilnehmer für die ausgezeichnete Übung. Ebenso ein Dank an das Landesrettungskommando Tirol für die ausgezeichnete Organisation und gute Zusammenarbeit.

SARUV - Landesübung Suchhundestaffel in Mellau

Am Samstag, dem 24.05.2014, fand beim Steinbruch in Mellau die jährliche Landesübung der Suchhundestaffel der Bergrettung statt. 8 Kameraden der SARUV Austria haben dabei teilgenommen. Bei dieser Ausbildungseinheit ist es um die Ortung von vermissten Personen unter Trümmern gegangen. Insgesamt 18 Suchhunde mit ihren Suchhundeführer/innen haben mitgemacht. Es bereitet immer wieder sehr viel Freude, wenn die unterschiedlichen Organisationen unter einem DACH namens SARUV gemeinsame Übungen abhalten. Dadurch wird die Kameradschaft sehr gut gefördert. Ein Dank an alle Teilnehmer.

Schulungsabend Neulinge

Am Dienstag, dem 22.04.2014, fand im Feuerwehrhaus Rankweil der erste Schulungsabend für die Neulinge statt. 6 Kameraden/innen aus dem Bezirk Bregenz haben daran teilgenommen. Christian Schobel hat begonnen im Schulungsraum die Funktionen der SARUV zu erläutern sowie die aktuellen Projekte und Veranstaltungen über das Jahr 2014. Wir haben bei der SARUV Austria 4 Gruppenbereiche in denen die Neulinge eingeteilt werden und sich spezialisieren. Im Anschluss daran wurden sämtliche einsatzrelevanten Daten aufgenommen und das Lager inspiziert.

Wir wünschen ihnen einen guten Start und ein gutes gemeinsames zusammensein bei uns in der SARUV Austria.