Besprechung mit BM.I

In der Nacht auf Donnerstag, dem 27.11.2014, reiste das Kommando der SARUV Austria nach Wien zum Bundesministerium für Inneres. In den frühen Morgenstunden wurde eine Besprechung zwischen den zuständigen Beamten und der SARUV Leitung durchgeführt. Wichtige Punkte wie der Haushaltsvoranschlag für 2015 und der IER 2016, EU Ausbildungspläne, Projekte und EU Voluntary Pool wurden besprochen.

Ein Dank gilt hierbei allen teilnehmenden zuständigen Personen für die gute Zusammenarbeit.

Kernteamsitzung am 26.11.2014

Am Mittwoch, dem 26.11.2014, fand die Kernteamsitzung mit allen Vertretern der Mitgliedsorganisationen statt. Wichtige Punkte wie der Ausbildungsplan 2015, Budgetposten, Anschaffungen als auch die Vorbereitung der Reklassifizierung wurden besprochen und einen Fahrplan für die Zukunft erstellt.

Ein Ziel ist die Stützpunktaufgabe für technische Hilfeleistung für Gebäudeeinsturz, die in Rankweil angesiedelt ist, weiter den Alarmplänen von Vorarlberg zu etablieren, damit die entscheidenden Einsatzleiter, Kommandanten, Zugskommandanten als auch Gruppenkommandanten der unterschiedlichen Feuerwehren wissen, dass es in diesem Bereich eine Stützpunktfeuerwehr gibt.

Workshop IHKH in Korneuburg

Vom 21.10.-22.10.2014 fand in der ABC Abwehrschule in Korneuburg der zweite Workshop zum Thema gemeinsame Aktivitäten im Rahmen der internationalen humanitären und Katstrophenhilfe (IHKH) statt. Hierbei nahmen Hubert Vetter und Christian Schobel als Vertreter der SARUV Austria teil. Ziel dieses und der folgenden Workshop´s wird sein, die Synergieeffekte der österreichischen Hilfs-und Rettungsteams (ÖBH, ÖBFV, ASBÖ, SUA und SARUV) in einem begleitenden Prozess zu erarbeiten und definieren um gemeinsam rasche und kompetente Hilfe in den betroffenen Gebieten leisten zu können.

Bundeskatastrophenübung Steiermark

Am Samstag, dem 4. Oktober 2014, fand in der Steiermark die Bundeskatastrophenübung „Ennstal 2014“ des österreichischen Bundesfeuerwehrverbandes statt. Im Zuge der Leistungsschau waren bei einem Sicherheitstag Spezialeinheiten der österreichischen Feuerwehr präsent. Vorarlberg war neben der neuen Hochwasserpumpe des Bezirkes Dornbirn mit der SARUV Austria als Einheit für technische Hilfeleistung bei Gebäudeeinstürzen mit speziellen Ausrüstungselementen vertreten. Die Kameraden Hans Lampert, Wilfried Ammann und Markus Lorenzi reisten bereits am Freitag in das ca. 500km entfernte Trieben zu dieser Veranstaltung an.

Am Samstag wurde um 7:00 Uhr mit dem Aufbau der Zelte und dem Aufstellen der Spezialgeräte gestartet. Um punkt 9:00 Uhr waren dann bereits die ersten interessierten Feuerwehrmänner und -frauen im Gelände der Fa. MACO unterwegs. Die Möglichkeiten unserer Einheit wurde mit großer Begeisterung bestaunt und gewürdigt. Neben den Möglichkeiten die uns im Bereich der Ortung und Rettung zur Verfügung stehen, aber vor allem die dahinterstehende Logistik für Einsätze im fernen Ausland wurden besonders gewürdigt. Gegen Mittag wurde unser Team durch den Bundespräsidenten Dr. Heinz Fischer besucht, der ebenfalls gefallen an unserer Einheit zum Ausdruck brachte. Neben dem Bundespräsidenten waren auch der Sozialminister Rudolf Hundsdorfer und weitere Persönlichkeiten aus der Politik und dem Feuerwehrwesen bei unserer Einheit zu Gast.

Nach dieser Leistungsschau bauten wir gemeinsam mit unseren Kollegen aus Dornbirn unsere Gerätschaften und Zelte ab, verstauten sie in unserem Versorgungsfahrzeug und traten direkt die Heimreise an. Ein Dank gilt unseren Feuerwehrkollegen aus Dornbirn, Peter und Marco für die tatkräftige Unterstützung beim Auf- und Abbau unserer Gerätschaften.

Teamleadermeeting in Qatar

Vom 21.-24.09.2014 fand das jährliche USAR Teamleadermeeting statt. Die Teamleader sämtlicher USAR Teams wurden seitens der UN INSARAG zur Veranstaltung nach Doha in Qatar eingeladen. Seitens der SARUV Austria war Thomas Nesensohn anwesend. Rund 80 Teamleader aus 40 verschiedenen Nationen sowie Vertreter von Katar und der INSARAG haben beim Meeting teilgenommen.

Am Sonntag wurden alle Teilnehmer/innen offiziell durch den Veranstalter begrüßt und herzlichst aufgenommen. Am Montag wurde gemeinsam die Agenda der Tagung besprochen und daraufhin gab es ein INSARAG Update der Aktivitäten des Jahres 2013/14. Ebenso haben die drei bestehenden Working Groups (Training Working Group, Guidelines Review Group und die Medical Working Group) ein Update gegeben. Ein wichtiger Bestandteil des Tages war ein Update des Re-Klassifizierungsprozesses. Am Ende des Tages wurden vier Arbeitsgruppen gebildet, die am nächsten Tag die Volumen 2 und 3 der neuen INSARAG Guidelines 2015 diskutieren werden.

Am Dienstag wurde bei einem Stationsbetrieb mit 4 Stationen der Großteil der INSARAG Guidelines diskutiert. Die Guidelines 2012 werden im Jahr 2015 durch neue ersetzt werden. Hierbei gab es eine komplette Überarbeitung, damit die Teams gezielt zu den wichtigen Informationen gelangen. Somit gibt es 3 Volumen wobei sie das Erste mit der "Politik" beschäftigt, das Zweite die eigentliche Guidelines darstellt und das Dritte ein Feldhandbuch wiederspiegelt. Am letzten Tag wurden die Ergebnisse der einzelnen Gruppen zusammengefasst und die Kommentare an die "Guidelines Review Group" für die weitere Bearbeitung weitergeleitet. Neue Technologien wurden durch unterschiedliche Teamleader präsentiert. Unter anderem handelte es sich um die internationale Einsatzunterstützung durch Einsatz von Drohnen, oder durch die Digitalisierung der INSARAG Formulare als PDF Form. Zu guter Letzt wurde das Meeting mit den wichtigen Meilstones zusammengefasst.

Wir möchten uns hiermit bei den Veranstaltern von Doha als auch der INSARAG für die interessanten Tage bedanken.

Zweiter Impftermin Rabies

Am Donnerstag, dem 18.09.2014, fand um 20:00 Uhr der zweite Termin der Tollwutimpfung statt. Zahlreiche Mitglieder haben daran teilgenommen. Ein großes Dankeschön gilt Robert Spiegel unserem SARUV Arzt für den Impfablauf. Der nächste Termin findet am 09.10.2014 um 20:00 Uhr wiederum im Feuerwehrhaus Rankweil statt.

Teambuilding Action

Am Samstag, dem 13.09.2014, fand die interne Veranstaltung "Teambuilding Action" statt. Gemeinsam haben sich die Kameraden der SARUV Austria um 09:00 Uhr im Feuerwehrhaus Rankweil getroffen. Christian Schobel hat alle Teilnehmer begrüßt und die Aufgaben sowie Gruppeneinteilungen vorgenommen. Es wurden drei Gruppen gebildet, die eigenständig ihre Aufgaben bewältigen mussten bis 19:00 Uhr am Abend.

Die erste Gruppe hatte die Aufgabe die Schmutzschleuse aufzubauen und Verbesserungsvorschläge auszuarbeiten, sowie die gesamte Verpflegung für alle Gruppen vorzubereiten. Dabei wurde ein Spanferkelgrill aufgebaut und
ein Spanferkel einige Stunden lang gebraten. Ebenso wurde das Mittagessen vorbereitet. Zum Schluss hat diese Gruppe noch einen Hochsitz aus Rundholz gebaut.

Die zweite Gruppe hatte die Aufgabe eine Hängebrücke über das Trümmerfeld beim Landesfeuerwehrverband zu errichten. Die Brücke hatte ca. eine Spannweite von 30 Metern und war für das Begehen von Fußgängern geeignet. Es war eine große Herausforderung den Auf- und Abbau dieser Brücke in solch einer Zeit zu absolvieren, da dies eine nicht alltägliche Aufgabe darstellte.

Die dritte Gruppe hatte die Aufgabe einen mobilen Brotbackofen zu bauen, sodass wir unser Brot selber backen konnten zum Spanferkel. Ebenso wurde der Brotteig von der Gruppe selbst erstellt.

Am Abend konnten wir alle gemeinsam um ein Lagerfeuer unser selbst gekochtes Essen genießen. Währenddessen wurden die Bilder aller Gruppen angesehen und diskutiert. Es war wieder einmal ein sehr interessanter und kameradschaftlicher Tag. Vielen Dank an alle Teilnehmer und dem Organisationsteam.

Kernteamsitzung

Am 03.09.2014 fand im Sitzungsraum der Feuerwehr Rankweil die Kernteamsitzung statt. Sämtliche Vertreter aller Organisationen haben daran teilgenommen und die Agenda abgearbeitet. Punkte wie die Vorbereitung auf die IER 2016, sowie Ausbildungen und Terminabsprachen standen auf dem Programm. Ebenso wurde berichtet über die D-A-CH-L Tagung in Thun und dem EU Voluntary Pool.

Anstehende Termine in der nächsten Zeit sind die Tests von den akustischen Ortungsgeräten mit der Entscheidung für ein Produkt. Die Tollwutimpfung am 11.09.2014 sowie die Teambuiliding Action am 13.09.2014. Die nächste Kernteamsitzung wird im November stattfinden.

D-A-CH-L Tagung in Thun

Christian Schobel (Leiter SARUV Austria) und Thomas Nesensohn als Stellvertreter waren vom 26.-28.08.2014 in Thun in der Schweiz bei der D-A-CH-L Arbeitsgruppe / Katastrophenhilfe-Tagung. Vertreter sämtlicher USAR Teams aus Deutschland, Schweiz, Luxemburg und Österreich waren vertreten. Der Vorsitzende dieser Tagung war Markus Bock von der AFDRU.

Unterschiedlichste Themen in den Bereichen INSARAG Guidelines 2015, Regionalgruppentagung, gemeinsame Zusammenarbeit bei Einsätzen, gemeinsame Ausbildungen, sowie Neuerungen im Bereich der Technik, usw. wurden besprochen und diskutiert.

Die Zusammenarbeit mehrerer USAR Teams steht im Zeichen der D-A-CH-L Arbeitsgruppe. Hiermit möchten wir uns bei den schweizern Kollegen für die ausgezeichnete Organisation und das tolle Rahmenprogramm bedanken. Die nächste Tagung wird im Frühjahr 2015 in Österreich stattfinden.

Vorankündigung Rabies Impfung

Informationen bezüglich der Rabies Impfung wurden an alle Mitglieder der SARUV Austria per E-Mail versendet. Bitte beachtet die Impftermine. Die Impfstoffe müssen noch bestellt werden, somit bitten wir euch bis spätestens 03.09.2014 eine Rückmeldung an Thomas Nesensohn zu senden.

Besprechung Teambuilding Action

Am Montag, dem 11.08.2014, fand im Feuerwehrhaus Rankweil eine Besprechung bezüglich der "Teambuilding Action" statt. Das Organisationsteam hat dabei sehr interessante Aufgabenstellungen für die teilnehmende Mannschaft ausgedacht. Es wird mit Sicherheit ein ganz interessanten und spannender Tag.

Alle Mitglieder der SARUV Austria sind recht herzlich für den Teambulidingsday eingeladen. Wir treffen uns gemeinsam am 13.09.2014 um 09:00 Uhr im Feuerwehrhaus Rankweil. Bei Fragen, bitte an den Organisationsleiter Christian Schobel wenden.

Sicherheitstag in Alberschwende

Die SARUV Austria hat am Samstag, dem 05.07.2014 beim Sicherheitstag in Alberschwende teilgenommen. Neben den Landesleistungsbewerben wurden auf einem Platz unterschiedliche Blauchlichtorganisationen präsentiert. Unter anderem war die SARUV Austria daran beteiligt. Sämtliche Spezialgeräte wurden präsentiert und die Aufgabengebiete vorgestellt. Es war ein reges Interesse der Bevölkerung als auch den anderen Blauchlichtorganisationen.

Um 14:00 Uhr wurde in einer Schauübung die Arbeitsweise der SARUV veranschaulicht. Durch die Suche mittels Suchhunden konnte ein Patient geortet werden und von der Einsatzmannschaft mit einem Dreibein aus einem Schacht gerettet werden.

Vielen Dank an die Feuerwehr Alberschwende für die gute Organisation und ein DANK an alle Besucher und der SARUV Mannschaft.

Teilnahme beim "Käs Klatsch" in Alberschwende

Am Donnerstag, dem 03.07.2014, hat eine Gruppe der SARUV Austria bei der Veranstaltung "Käs Klatsch" in Alberschwende teilgenommen. Bei diesem Ereignis wurde das Landesfeuerwehrfest 2014 offiziell eröffnet.

Sämtliche Blaulichtorganisationen (Feuerwehr, Rotes Kreuz, Bergrettung, Wasserrettung, KIT, SARUV Austria und das Bundesheer) wurden auf der Bühne vorgestellt. Im Anschluss daran hat Kommandant Bereuter Anton von der Feuerwehr Alberschwende das Fest eröffnet. Zeitgleich hat sich die gesamte Bühne gedreht und die Band "The Rubberneckers" für Unterhaltung gesorgt.

Die SARUV Austria wird auch am kommenden Samstag beim Sicherheitstag teilnehmen. Es werden sämtliche Spezialgeräte vorgestellt als auch die anstehenden Aufgaben der SARUV. WIr freuen uns auf Ihren Besuch.

Ein DANK an die Feuerwehr Alberschwende für die ausgezeichnete Veranstaltung.

Teilnahme IER ICE-SAR in Dänemark

Ing. Thomas Nesensohn, Stellvertretender Leiter SARUV Austria, hat als "Logistic Classifier" bei der Reklassifzierung des isländischen ICE-SAR Team in Dänemark teilgenommen.

Es ist das erste Team, welches auf einer EU MODEX Übung die Reklassifizierung absolviert hat. Unter anderem war ein heavy classified Team aus Schweden, ein USAR Team aus Italien, ein TAST Team aus Deutschland und ein EUCP Team bei der Übung beteiligt. Die Teams reisten am Mittwochnachmittag, dem 11.06.2014, in Modexland ein und passierten im ersten Schritt die Personenkontrolle sowie die Zolldeklaration für das Equipment. Das Equipment wurde per Schiff und LKW angeliefert und das Team ist mit dem Flugzeug sowie einem Bus angereist.

ICE-SAR setzte gleich zu Beginn das RDC ab. Zeitgleich reiste das italienische Team an. Das Team wurde zum Base of Operation abgesetzt und erstellte dort ihr Camp. Ein Erkundungstrupp machte sich auf den Weg zur Schadensstellen und konnte nach der Erkundung die erste Mannschaftsschicht zur Schadensstelle ausrücken lassen um ihre Arbeit aufzunehmen. Die gesamte Mannschaft hat sehr professionell, konzentriert und effektiv gearbeitet.

Die Zusammenarbeit mit anderen Teams hat sehr gut funktioniert. Da das Team keine Suchhunde in ihrer Mannschaft hatte, wurden Suchhunde der DEMA eingesetzt. Die zwei Hundeführerinnen wurden sehr gut in das Team als auch beim Base of Operation integriert.

Am Freitag, dem 13.06.2014 um 19:00 Uhr, konnte dem Team durch die Prüfer mitgeteilt werden, dass sie die Reklassifizierung 2014 als medium USAR Team erfolgreich bestanden haben. Wir wünschen ihnen viel Erfolg und Gratulieren herzlich zur bestandenen Reklassifizierung.

10 Experten aus Malta zu Besuch

Am Freitag, dem 13.06.2014, konnten wir am Nachmittag 10 Kollegen von „St. John RESCUE CORPS“ aus MALTA bei uns in der Homebase der SARUV Austria begrüßen, welche im Rahmen eines Austauschprogramms (Exchance of Experts) der EU bei dem benachbarten THW in Konstanz Ausbildungen genießen durften. In diesem Zuge wurde ermöglicht, dass die Truppe, welche ebenfalls für Erdbebenkatastrophen eingesetzt wird, die SARUV zu besichtigen. Zuvor konnten sie noch die Übung des Bundesheeres „Schutz 14“, welche zur gleichen Zeit im Raum Nenzing stattfand, vor Ort verfolgen.

Ein Dank an die Kollegen des benachbarten THW Konstanz sowie den Kollegen aus MALTA für deren Interesse!

Besprechung Suchhundestaffel

Am Montag, dem 12.05.2014, fand im Feuerwehrhaus Rankweil eine Besprechung mit der gesamten Suchhundestaffel für Trümmersuche der Bergrettung statt. Die SARUV Austria wurde den neuen Hundeführern präsentiert, damit sie wissen welche Aufgaben wir haben. Zudem wurden über zukünftige Anforderungen für die IER 2016 besprochen.

Im Anschluss daran sind wir in das SARUV Lager gewechselt, wo wir gemeinsam uns das Logisitksystem angesehen haben und auch die Zarges Boxen der Bergrettung ins Detail durchgegangen sind. Ein Dank an alle Hundeführer für ihre Motivation und Engagement.

Vorankündigung - Schulungsabend für Neulinge

Am Dienstag, dem 22.04.2014, findet um 19:30 Uhr im Feuerwehrhaus Rankweil (Home Base der SARUV Austria) der erste Schulungsabend für die Neulinge statt. Christian Schobel und Thomas Nesensohn werden sie durch die erste Ausbildungseinheit begleiten. Wir freuen uns auf einen tollen gemeinsamen Abend.

Vertreter der SARUV als Prüfer bei IEC in Frankreich

Ein Vertreter der SARUV Austria (Search and Rescue Unit Vorarlberg) hat bei der erfolgreichen IEC (INSARAG External Classifcation) des französischen Teams UIISC 7 als Heavy USAR Team in Brignoles (Südfrankreich) im Zeitraum vom 26.03 bis 30.03.2014 als Prüfer im Bereich Rescue teilgenommen.

Die seit rund 40 Jahren bestehende Einheit war bereits bei beinahe allen großen Naturkatastrophen weltweit im Einsatz und verfügt damit verbunden bereits über große Erfahrung hinsichtlich der Arbeitsweise im Ernstfall. Aus personeller Sicht wird auf ca. 570 Soldaten, welche speziell für den Zivilschutz ausgebildet sind, zurückgriffen. Die Einsatzschwerpunkte des umfassenden Leistungsspektrums sind im Bereich des Zivilschutzes auf nationaler und internationaler Ebene vor allem Waldbrand, Hochwasser, Gefahrgut und USAR (Urban Search and Rescue).

Seitens der International Seach and Rescue Advisory Group (INSARAG) werden Standards über die Größe und Arbeitsweise der Teams festgelegt und eine dreistufige Einteilung (Light, Medium, Heavy) soll Aufschluss über die operative Fähigkeit geben. Um den Anforderungen eines Heavy USAR Teams gerecht zu werden, muss die Einheit in der Lage sein, in zerstörten Strukturen, die auch mit Stahl und Stahlbeton verstärkt sind, schwierige technische Such- und Rettungsarbeiten durchzuführen. Heavy Teams sind auf den internationalen Einsatz nach Katastrophen, bei denen sehr viele zerstörte Strukturen zu finden sind, ausgerichtet und kommen zum Einsatz, wenn die nationalen Ressourcen nicht ausreichen oder erschöpft sind. Internationale Heavy USAR Teams reisen in ein betroffenes Land innerhalb von 48 Stunden, nachdem dies in der virtuellen Einsatzleitung (OSOCC) verlautbart wurde. Neben dem USAR Bereich sind auch Management, Logistik und medizinische Versorgung wichtige Bestandteile, um die Klassifizierung erfolgreich absolvieren zu können.

Nach dem ersten Teammeeting der Prüfer wurden gleich zu Beginn die Schadensstellen, die auf vier Übungsplätze in der Stadt und der Kaserne aufgeteilt waren, besucht, um bereits eine Vorstellung über die möglichen Übungsszenarien gewinnen zu können. Des Weiteren verfügt die Einheit über ein eigenes Logistikzentrum, wo sämtliche Gerätschaften und Materialien für die vier Einsatzschwerpunkte gelagert sind. Neben einem eigenen Bereich für Suchhunde mit Übungsgelände, wo derzeit 14 Hunde ausgebildet und auf Einsätze vorbereitet werden, steht auch ein medizinisches Zentrum zur Verfügung, das permanent durch entsprechendes Personal besetzt ist. Bei gegebenem Bedarf ist die Einheit sogar in der Lage, ein Feldspital für bis zu 100 Personen auf jedem Platz der Erde zu errichten.

Nach der Alarmierung und Mobilisierung des Teams startete die eigentliche Übung am 28.03.2014 um 04:30 Uhr und gegen Mittag war bereits die Abreisebereitschaft mit sämtlichen zollrechtlichen Thematiken gegeben. Beim Eintreffen im Schadensgebiet wurde parallel zum Aufbau des Camps, welches ebenfalls noch vor Beginn der eigentlichen Arbeiten besonders wichtig ist, um unter anderem Gerätschaften zu lagern und dem Personal entsprechende Schlafmöglichkeiten zur Verfügung zu stellen, auch bereits mit der Erkundung der genauen Schadenslage begonnen. Inhalt der Übungen war die Höhen- und Tiefenrettung verletzter Person, was im Konkreten den Umgang mit speziellen technischen Geräten bedeutet und auch bei Gebäudeschäden im städtischen Bereich von besonderer Bedeutung ist. Im weiteren Verlauf hatte das Team verschiedenste Szenarien zu bewältigen, welche sich mit der Kernaufgabe, der Suche und Rettung verschütteter Personen, beschäftigten: Beton sägen und bohren, Decken abstützen und sichern, Strahlträger durchtrennen sowie verschüttete Personen mittels optischer Suchgeräte orten. Die Übung konnte am 29.03.2014 um 18:30 Uhr mit für das Prüferteam gutem Ergebnis beendet werden.

Bei der Abschlussveranstaltung konnte die positive Absolvierung der Klassifizierungsübung durch Vertreter der INSARAG bekanntgegeben und somit der Status des Heavy USAR Team erreicht werden. Die SARUV Austria gratuliert dem Team zur erfolgreichen Klassifizierung!

D-A-CH-L Shoring Workshop

Die SARUV Austria hat im Rahmen der "D-A-CH-L Arbeitsgruppe / Katastrophenhilfe" vom 06.- 08.04.2014 einen "Shoring Workshop" in ihrer Home Base im Feuerwehrhaus Rankweil veranstaltet. Insgesamt haben 24 Teilnehmer/innen aus Deutschland, Schweiz und Österreich bei dieser Veranstaltung teilgenommen. Shoring bezeichnet das Abstützen und Sichern von beschädigten Gebäuden nach Erdbeben oder anderen Ereignissen. Den Einsatzkräften soll damit ein sicheres Vorgehen bei Rettungsaktion ermöglicht werden, daneben kann auch eine weitere Gefährdung von eingeschlossenen oder verschütteten Personen im kollabierten Gebäude reduziert werden. Nach der Ankunft am 06.04.2014 um 18:00 Uhr beim Hotel Mohren in Rankweil durfte Christian Schobel als Leiter der SARUV Austria alle Teilnehmer um 19.00 UIhr im Feuerwehrhaus Rankweil begrüßen. Im Rahmen eines kleinem Empfanges eröffnete Christian Schobel den Workshop mit ein paar einleitenden Worten, im Anschluss daran gab sein Stellvertreter Thomas Nesensohn als Hauptorganisator der Veranstaltung einen kurzen Einblick in das Programm der folgenden Tage. Mit einer zünftigen Käsknöpflepartie im Keller des Feuerwehrhauses ließen die Teilnehmer und Organisatoren den Abend dann gemütlich ausklingen.

Der erste Tag des Workshops war bestimmt von theoretischem Grundlagenunterricht im Schulungssaal des Feuerwehrhauses. Als erster Referent erläuterte Dipl. Ing. Stephan Frick die Grundlagen der Statik. Der Vortrag handelte von statischen Kräften und ihren Wirkungsmechanismen, von statischen Größen und Einheiten. Ebenfalls gab Stephan Frick einen Überblick über verschiedene Bauweisen und Konstruktionen, im Besonderen auch über unterschiedliche Systeme zur Aussteifung von Gebäuden.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen im Gasthaus Adler in Sulz wurden den Teilnehmer/innen die Grundlagen des Holzbaus vermittelt. Der zweite Referent des Tages, Dipl. Ing. Erik Brugger, sprach dabei unter anderem über unterschiedliche Holzverbindungen und die zu beachtenden Details, aber auch zu auftretenden Kräften wie beispielsweise Schub oder Torsion.

Referent Dipl. Ing. Klemens Pradler nahm im letzten Vortrag Bezug auf die Entstehung von Erdbeben und deren Auswirkungen auf Gebäude.  Die Charakteristik einer Schwingung sowie die Funktionsweise einer Welle waren dabei wesentliche Aspekte.

Nach einer Besichtigung des Löschzuges der ÖBB im Bahnhof Bludenz fand der erste Tag des Workshops seinen Abschluss bei einem Abendessen im Berghaus in Stuben am Arlberg.

Der zweite Tag stand im Zeichen von praktischen Übungen. Die Teilnehmer/innen wurden in fünf gemischte Teams aufgeteilt. Im Stationsbetrieb galt es dann, insgesamt neun unterschiedliche Aufgabenstellungen zu bewältigen. Dazu zählte neben klassischen Decken- und Wandabstützungen beispielsweise auch das Stabilisieren eines beengten Fluchttunnels. Das Abstützen einer Treppe oder das gegenseitige Stabilisieren von Wänden wurde ebenfalls beübt.

Die Ergebnisse der praktischen Übungen wurden dann am Nachmittag vom jeweiligen Team allen Teilnehmer/innen präsentiert sowie von den Referenten Stephan Frick und Erik Brugger beurteilt. Gemeinsam wurden auch Verbesserungsmöglichkeiten erörtert.

Die Rückmeldungen der Teilnehmer/innen zum erstmals durchgeführten Workshop waren durchwegs sehr gut. In einzelnen Punkten vorhandene Verbesserungsmöglichkeiten sollen bei der Organisation des nächsten Workshops im Sinne einer stetigen Verbesserung Berücksichtigung finden. Der eingeschlagene Weg zur verstärkten Zusammenarbeit darf jedenfalls als erfolgreich eingestuft werden und soll weiter verfolgt werden.