REQUEST - Experten für Einsatz in Brazzaville

Am 04.03.2012 ereignete sich in Brazzaville im Kongo ein tragisches Ereignis. Ein Munitionslager des Militärs ist explodiert. Tausende von Gebäuden sind eingestürzt.

Klassifizierte IEC Team's erhielten am 12.03.2012 gegen Mittag eine Anforderung um 6 Experten in das Schadensgebiet zu entsenden für die Einschätzung und Beurteilung der Katastrophe. Kurze Zeit später meldete die SARUV Austria einen Bauingenieur beim Bundesministerium für Inneres für diesen Auslandseinsatz ein. Nach Abklärungen mit dem Landesfeuerwehrinspektor Vorarlberg, dem Landeshauptmann Vorarlberg, dem Bundesministerium Österreich und dem MIC in Brüssel wurde der Experte in die Nominierungsliste aufgenommen.

Am 13.03.2012 konnte um ca. 14:30 Uhr für die SARUV Austria "Entwarnung" gegeben werden. Der Experte ist dennoch in Abrufbereitschaft.

Erdbeben in der Türkei

Am Sonntag, dem 23.10.2011, hat gegen 12:41 Uhr ein schweres Erdbeben den Osten der Türkei erschüttert. Das Beben erreichte nach vorläufigen Angaben des amerikanischen Erdbebendienstes die Stärke 7,2 auf der Richterskala. Das Epizentrum lag etwa 15km nordöstlich der Stadt Van und etwa 930km östlich der türkischen Hauptstadt Ankara. Der Erdbenherd befand sich ca. 15km unter der Erdoberfläche.

Die SARUV hat dieses Ereignis in den Medien beobachtet und hat sich als einsatzbereit gemeldet.

Silobrand in Reuthe

Bei einem Silobrand im Holzbauwerk Kaufmann in Reuthe (Bregenzerwald) wurde die Betriebsfeuerwehr durch die SARUV-Einheit unterstützt. Es wurden Zugänge in den Betonsilo gebohrt um allfällige Glutnester mit einer Suchkamera zu lokalisieren. Die SARUV Einheit stand mit 10 Mann und 2 Fahrzeugen im Einsatz.

Einsatzvorbereitung Erdbeben in Japan

Am Freitag , dem 11.03.2011 hat gegen 06:46 Uhr MEZ (= 14:46 Uhr Ortszeit) ein sehr schweres Seebeben den Meeresboden vor der Ostküste der japanischen Hauptinsel Honschu erschüttert. Das Beben erreichte nach vorläufigen Angaben des amerikanischen Erdbebendienstes die Stärke 8,9. Das Epizentrum des Bebens lag etwa 130 Kilometer östlich der Stadt Sendai sowie etwa 375 Kilometer nordöstlich der japanischen Hauptstadt Tokyo. Der Erdbebenherd befand sich 20 bis 25 Kilometer unter der Oberfläche. Durch das Beben wurden an der japanischen Ostküste meterhohe Tsunamis ausgelöst und es gab zahlreiche Opfer sowie schwere Schäden. Für den gesamten Pazifikraum wurden Tsunamiwarnungen ausgegeben. Es handelte sich nach den vorliegenden Daten um das bisher fünftstärkste Erdbeben weltweit seit Beginn der Aufzeichnungen und um das stärkste in der Region.

Weite Küstenbereiche nördlich von Tokyo wurden von meterhohen Flutwellen getroffen. Fahrzeuge, Menschen und ganze Häuser wurden mitgerissen. Es gibt viele Tote und Vermisste. Einen genauen Überblick gibt es derzeit noch nicht. Für Dutzende weitere Staaten rund um den Pazifik bestehen Tsunamiwarnungen, darunter der gesamte ostasiatische Raum, Australien, Neuseeland, Hawaii sowie Nord-, Mittel- und Südamerika. Auf Hawaii werden die Flutwellen gegen 14 Uhr MEZ erwartet.

Ausgelöst wurde das sehr schwere Beben dadurch, dass direkt vor Japan sich die Pazifische Erdplatte mit einer recht hohen Geschwindigkeit gegen die Eurasische Platte bewegt und in einer so genannten Subduktionszone unter diese abtauscht. Verhaken die beiden Platten, kann sich enormer Druck aufbauen, der sich dann plötzlich in einem starken Erdbeben entlädt. Da sich das Beben relativ dicht vor der Küste ereignete, betrug die Vorwarnzeit für nächst gelegene Küste nur etwa 15 bis 20 Minuten. 

Die SARUV wurde auf dieses Ereignis um ca. 07:30 Uhr aufmerksam und meldete sich als einsatzbereit. Den ganzen Tag über wurde die Situation in den Medien verfolgt. Um 18:00 Uhr begann die SARUV die Mobilisierung herzustellen und wartete auf weitere Einsatzbefehle. Der derzeitige Stand ist, dass die SARUV in Abrufbereitschaft steht. 

Einsatzvorbereitung Erdbeben Haiti am 13.01.2010

Am Dienstag hat gegen 22:53 Uhr MEZ (=16:53 Uhr Ortszeit) ein schweres Erdbeben Haiti in der Karibik erschüttert. Das Beben erreichte die Stärke von 7,0 auf der Richter-Skala. Das Epizentrum des Bebens lag etwa 15 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Port-au-Prince (ca. 1,3 Millionen Einwohner). Der Erdbebenherd befand sich ca. 10km unter der Erdoberfläche . Zahlreiche Gebäude stürzten ein, darunter mindestens ein Krankenhaus und der Präsidentenpalast. Es ist leider mit vielen Toten zu rechnen.


Das aktuelle Beben ist das stärkste bisher registrierte Beben in Haiti seit Messbeginn. Der Erdstoß war auch im Osten Kubas und in der Dominikanischen Republik zu spüren. Dem Hauptbeben folgten wenig später zwei starke Nachbeben der Stärke 5,9 und 5,5. Haiti ist das ärmste Land Mittel- und Südamerikas.

Vorbereitungsarbeiten für eine möglichen Erdbebeneinsatz der SARUV (Search and Rescue Unit Vorarlberg) in Haiti. Einsatzvorbereitungen wurden um ca. 20:30 Uhr nach Abklärung mit BMI abgebrochen. Vielen Dank an unsere Kameraden, den Hundeführern der Bergrettung sowie den Notärzten Christian Bürkle und Robert Spiegel für die effektiven und schnellen
Vorbereitungen. Ebenso gilt ein Dank an die Arbeitgeber, die ihren Arbeitnehmern frei geben für solch eine bewundernswerte Hilfsbereitschaft.