Über uns

 das_team_der_saruv_im_jahre_2006.jpgDie SARUV Austria ist eine Such- und Rettungseinheit des Landesfeuerwehrverbandes, welche aus einer Zusammenarbeit der Rettungs- und Hilfsorganisationen Feuerwehr, Österreichischer Bergrettungsdienst und Österreichisches Roten Kreuz hervorgegangen ist. Die SARUV Austria ist heute eine dem Landesfeuerwehrverband zugeordnete Organisationen, welche jedoch weiterhin auf der beschriebenen Zusammenarbeit aufbaut.
Die Ausbildung der SARUV-Mitglieder sowie deren Ausrüstung gewährleistet eine rasche und professionelle Erfüllung der Aufgabenstellung der SARUV, nämlich der Suche und der Rettung von verschütteten Personen nach Gebäudeeinstürzen, Felsstürzen oder Ähnlichem.
Das Team der SARUV Austria setzt sich zusammen aus Mitgliedern der Feuerwehr, vor allem der Feuerwehr Rankweil, aus Suchhundeführern der Bergrettung Vorarlberg mit ihren in der Lawinen- und Trümmersuche ausgebildeten Suchhunden sowie aus Notärzten des Roten Kreuzes.
Alle Mitglieder der SARUV stehen in ihrer jeweiligen Einsatzorganisation aktiv im Einsatzdienst und bringen daher umfangreiche Einsatzerfahrung aus ihren Fachgebieten in die SARUV ein. Durch gemeinsame Übungen und weitergehende spezifische Ausbildungen kann eine rasche und vor allem präzise Hilfeleistung garantiert werden. Die Mitglieder mit Feuerwehrhintergrund stammen zum überwiegenden Teil aus der Feuerwehr Rankweil. Diese ist ein wichtige Stützpunktfeuerwehr in Vorarlberg mit ausgesprochenen technischen Aufgaben, welche weit über das eigene Ortsgebiet hinaus reichen. Die Größe der Feuerwehr als auch die Häufigkeit der Alarmierungen bringen eine große Einsatzerfahrung der Feuerwehrmitglieder mit sich.  Die Mitglieder aus der Suchhundestaffel sind im Einsatz erfahrene Hundeführer. Die Suchhunde, welche sowohl in der Lawinen- als auch in der Trümmersuche ausgebildet sind, kommen mit ihren Hundeführern vor allem bei alljährlich zahlreichen Lawinenabgängen mit Verschütteten zum Einsatz. Die Notärzte aus dem Roten Kreuz sind ebenfalls aktiv im Einsatzdienst und erfahren in der Notfallmedizin. Bei allen drei Teilorganisationen liegen der täglichen Einsatzabwicklung standardisierte Vorgehensweisen (Standard Operating Procedures - SOPs) zugrunde. Diese Vorgehensweisen werden auch im SARUV-Einsatz in entsprechender Form angewandt. Das Feuerwehrwesen in Vorarlberg ist seitens des Landes Vorarlberg landesrechtlich in der Feuerpolizeiordnung geregelt. Die Gemeinden des Landes sind verpflichtet, in ihrem Gemeindegebiet ausreichend Feuerwehren aufzustellen und für die Bereitstellung von Gerätehäusern, Geräten und Bekleidungen sowie der notwendigen finanziellen Mittel zu sorgen. Die Organisationen Bergrettung und Rotes Kreuz sind in Vorarlberg im Rettungsgesetz verankerte Organisationen. Deren Aufgaben, Verantwortlichkeiten und auch deren Finanzierung durch das Land Vorarlberg und die Gemeinden ist ebenfalls in diesem Rettungsgesetz geregelt. Die SARUV Austria hat ihre operative Basis im Feuerwehrgerätehaus Rankweil. Die dort vorhandene Infrastruktur ermöglicht vor allem eine sehr rasche Mobilisierung der Einsatzeinheit. Die Gerätschaften und das Equipment werden ebenfalls im Feuerwehrgerätehaus Rankweil gelagert und instand gehalten.

Organisation

Die Mitglieder der SARUV kommen aus drei eigenständigen Organisationen, welche sich in der SARUV zur Zusammenarbeit verpflichtet haben. Diese Organisationen sind Feuerwehr, Bergrettung und Rotes Kreuz.

Die Leitung der SARUV, das sind der SARUV-Leiter und dessen Stellvertreter, wird aus diesem Personenkreis heraus bestellt. Im Leitungsgremium der SARUV sind neben der SARUV-Leitung sind die drei Einzelorganisationen jeweils durch einen SARUV-Beauftragten und dessen Stellvertreter vertreten.

Die Größe des Einsatzteams der SARUV ist auf die bereits beschriebenen Prämissen der äußerst raschen Verfügbarkeit und Abmarschbereitschaft sowie vor allem einer höchsten Flexibilität und Mobilität im Einsatzgebiet ausgerichtet und daher die Anzahl der Mitglieder des Einsatzteams so klein als möglich gehalten. Auch eine universelle Einsetzbarkeit von Teammitgliedern ermöglicht die kleine Größe des Einsatzteams. Durch die Herstellung der Abmarschbereitschaft in einer Frist von 3 bis 4 Stunden sowie die hohe Mobilität im Einsatzgebiet kann die Hilfeleistung in einer sehr frühen Phase zu den Opfern gelangen. In dieser Phase ist die Überlebenswahrscheinlichkeit der Opfer noch sehr hoch. Wie aus Untersuchungen bekannt, fällt diese mit zunehmender zeitlicher Entfernung vom Zeitpunkt des Ereignisses rapide ab. 

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Abb.: Übersicht der Teilorganisationen

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Abb.: Organisation der SARUV